Kurzbeschreibung
In den Naturwissenschaften können zwei Erkenntniswege unterschieden werden: der analytische und der
systemische Zugang. Letzterer ist besonders geeignet, um komplexe Zusammenhänge in biologischen Systemen
zu betrachten. Der Umgang mit solchen komplexen Systemen erfordert bestimmte Fähigkeiten, die unter dem
Begriff Systemkompetenz zusammengefasst sind.
Die Forschungsarbeiten im Bereich der Systemkompetenz modellieren die Fähigkeiten, Probleme zu lösen,
indem der betroffene Gegenstand als System betrachtet wird. Diese Fähigkeiten sind in einem empirisch
belegten Kompetenzstrukturmodell beschrieben. Ziel der Arbeiten ist es, dieses Modell weiter zu validieren.
Darüber hinaus sollen die Bedingungen untersucht werden, die den Erwerb von Kompetenzen zum systemischen
Denken beeinflussen. In zwei Teilprojekten werden dabei die folgenden Ziele verfolgt:
- Auf der Grundlage eines empirisch belegten Kompetenzstrukturmodells zum systemischen Denken werden in dem
von der DFG finanzierten Projekt personen- und inhaltsbezogene Einflussfaktoren auf die Entwicklung systemischen
Denkens analysiert.
- Dem Einfluss der Lehrkraft wird im Hinblick auf den Kompetenzerwerb eine besondere Rolle
zugeschrieben. In Bezug auf die Förderung von Systemkompetenz soll in dem vom BMBF geförderten Projekt untersucht werden,
welchen Einfluss das fachspezifische Professionswissen (Fachwissen und fachdidaktisches Wissen) der Lehrkraft auf den Erwerb von Systemkompetenz der Lernenden hat.
Weitere Details zum Projekt
Mitarbeiter/innen der Forschungsgruppe (alphabetisch):
Kristina Brandstädter
Prof. Dr. Ute Harms
Kerstin Münchhoff