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Details zum Projekt
Kompetenzmodelle als Basis für eine diagnosegestützte individuelle Förderung

Förderung: Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB)
Laufzeit: 06/2009 - 07/2013
Ziele des Forschungsprogramms komdif
- Entwicklung und empirische Validierung von Kompetenzmodellen
- Untersuchung des Einflusses von kompetenzorientierten Rückmeldeformaten auf den individuellen Kompetenzerwerb
- Förderung der Diagnose- und Förderkompetenz von Lehrkräften
Struktur der wissenschaftlichen Arbeit
- Wissenschaftliche Leitung durch das IPN
- Kooperationspartner: Universität Bremen, Universität Wien, Universität Hamburg, Universität Kiel, Universität Potsdam
- Beteiligte Fächergruppen: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Religion / Gesellschaftswissenschaften, Kunst. Daneben gibt es eine Arbeitsgruppe zu Überfachlichen Kompetenzen.
- 12 Qualifikationsarbeiten
- Dauer fünf Jahre
- Feldzugang durch den Hamburger Schulversuch alles»könner
Übersicht über die Forschungsarbeiten am IPN
- Entwicklung und Validierung von Kompetenzmodellen
- Einfluss von Rückmeldeformaten auf den individuellen Kompetenzerwerb
- Kompetenzentwicklung beim Experimentieren im naturwissenschaftlichen Unterricht durch individuelle Diagnose und
Kompetenzrückmeldung (Wollenschläger) siehe auch Arbeitsbereich 2
Effekte kompetenzieller Rückmeldung beim Experimentieren im naturwissenschaftlichen Unterricht
Untersucht wird, wie sich eine an Kompetenzstufen orientierte Leistungsrückmeldung (kompetenziell) im Vergleich zu einer
sozialen Bezugsnorm auf Selbsteinschätzungsprozesse der Schüler und ihre Leistung beim Experimentieren auswirkt. Erwartet
wird, dass eine kompetenzielle Rückmeldung im Vergleich zu einer sozialen Bezugsnorm positivere Effekte auf die
Selbsteinschätzungsprozesse der Schüler hat und lernförderlicher ist (Studie 1). Dies sollte besonders dann gelten,
wenn die Rückmeldung zusätzlich zu einer externen Rückmeldung (Lehrerrückmeldung) auch intern erfolgt, d.h. die Schüler
selbst ihre Kompetenz einstufen (Studie 2). Die Überprüfung dieser Hypothesen erfolgt in Pre-Posttest-Designs.
- Kognitive Bedingungsfaktoren für Fehleranalyse und selbstständiges Lernen aus Fehlern am Beispiel der
elementaren Algebra in der Sekundarstufe I. (Rach) siehe auch Arbeitsbereich 2
Selbstständig und produktiv mit eigenen Fehlern umzugehen ist zweifellos eine der wichtigsten Fähigkeiten beim
Mathematiklernen. In der Literatur zu Fehlern im Mathematikunterricht findet man eine Vielzahl an Abhandlungen über
typische Fehler. Kaum vertreten sind hingegen empirische Studien über kognitive Voraussetzungen für das Lernen aus
Fehlern. Für eine gezielte individuelle Förderung ist die Berücksichtigung kognitiver Voraussetzungen aber
unumgänglich.
Dieses Projekt soll eine Grundlage für die Entwicklung von Lernumgebungen bereitstellen, welche die Lernenden
in die Lage versetzen, individuelle Fehlerrückmeldungen produktiv zu nutzen. Dafür wird ein Prozessmodell
vorgeschlagen, das den individuellen Verlauf von Fehleranalysen abbilden soll.
Auf diesem Modell basierend ist eine empirische Studie zur möglichen Förderung von selbstständigem Lernen aus
Fehlern am Beispiel der elementaren Algebra in der Sekundarstufe I geplant.
- Förderung der Diagnose- und Förderkompetenz von Lehrkräften
Studien zeigten erhebliche Unterschiede in der Systemkompetenz zwischen verschiedenen Schulklassen einer Jahrgangsstufe,
die von unterschiedlichen Lehrkräften unterrichtet wurden. Daher soll in dieser Arbeit der Einfluss des
fachbezogenen Professionswissens (Fachwissen und fachdidaktisches Wissen) von Lehrkräften auf die Entwicklung
der Systemkompetenz von Schülern im Biologieunterricht analysiert werden. In einer quantitativen Feldstudie werden
dazu Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe und deren Biologielehrkräfte in einem Prä-Posttest-Design untersucht.
Leitung: Prof. Dr. U. Harms
Wissenschaftlicher Koordinator: PD Dr. B. Schroeter
Mitarbeiter/innen der Forschungsgruppe (alphabetisch):
N.Basel
K. Brandstädter
M. Grüßing
Prof. Dr. A. Heinze
Prof. Dr. K. Neumann
S. Opitz
Dr. J. Pareigis
S. Rach
N. Schlichter
M. Wollenschläger
Kooperationspartner
Universität Bremen: Prof. Dr. M. Peters, Prof. Dr. H. Schecker
Universität Wien:Prof. Dr. M. Rothgangel
Universität Hamburg:Prof. Dr. T. Zabka
Universität Kiel:Prof. Dr. J. Möller
Universität Berlin:Prof. Dr. D. Caspari
Universität Potsdam:Prof. Dr. H. Prechtl
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